DZA komplettiert Forschungsdreieck im Herzen Europas mit polnischen Partnern

DZA komplettiert Forschungsdreieck im Herzen Europas mit polnischen Partnern

Drei Personen präsentieren bei einer offiziellen Veranstaltung unterzeichnete Kooperationsvereinbarungen zwischen dem DZA und Partnerinstitutionen.

Mit Partnern aus Wrocław komplettiert das Deutsche Zentrum für Astrophysik (DZA) ein internationales Dreieck für die künftige wissenschaftliche Zusammenarbeit und gemeinsame Forschung. 

Dafür wurden am 20. Mai 2026 vier Kooperationsabkommen in Görlitz unterzeichnet. Die engen Forschungs-Beziehungen reichen nun von Dresden über Prag bis ins benachbarte Polen – und über die Lausitz und Görlitz zurück nach Dresden. Vier Partnerinstitutionen aus Wrocław haben sich auf eine enge Zusammenarbeit mit dem DZA verständigt:

  • Universität Wrocław
  • Technische Universität Wrocław
  • Universität für Umwelt- und Biowissenschaften Wrocław
  • Institut für Territoriale Entwicklung Wrocław 

„Astrophysik, Datenwissenschaft und Technologieentwicklung verbinden und befördern den regionalen Wandel. Mit dem Forschungsdreieck beleben wir Geschichte wieder. Astronomen wie Georg Palitzsch (Dresden), Tycho Brahe oder Johannes Kepler (Prag), Nikolaus Kopernikus (Wrocław) oder Bartholomäus Scultetus in Görlitz haben vom Herzen Europas aus schon Weltbilder geradegerückt. Heute vertiefen wir die persönlichen Beziehungen von einst über institutionelle Partnerschaften von Universitäten und Forschungseinrichtungen für Großprojekte der Zukunft. Spitzenforschung wirkt über Ländergrenzen hinweg und funktioniert nur international.“, 

Prof. Dr. Günther Hasinger, wissenschaftlicher Geschäftsführer des DZA.

Gruppenfoto der Teilnehmenden der offiziellen Unterzeichnung von Kooperationsvereinbarungen zwischen dem DZA und Partnerinstitutionen aus Wrocław.

Die sächsische Wissenschaftsstaatssekretärin Heike Graßmann verdeutlicht:

„Die Entwicklung der Forschungsfelder am DZA – von Astrophysik über Datenwissenschaft bis hin zur Technologieentwicklung – eröffnen große Chancen für Sachsen und Niederschlesien. Sie stärken Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in beiden Regionen. Die geografische Nähe ermöglicht eine enge Zusammenarbeit und einen direkten Austausch von Know-how. Internationale wissenschaftliche Vernetzung gehört zu den Werten und Prioritäten des Freistaates Sachsen.“

Paweł Rudawy, vom Institut für Astronomie der Universität Wrocław, betont die Perspektive, die durch das MoU geschaffen wird: 

„Die heutige Veranstaltung bildet das Fundament für ein künftiges überregionales Forschungszentrum, das sich mit der Zeit zweifellos zu einem wichtigen Bestandteil der wissenschaftlichen Forschungsinfrastruktur der Europäischen Union entwickeln wird. Das Potenzial des DZA wird sowohl den Bereich der Grundlagenforschung als auch die angewandten Wissenschaften stärken.“

 

Vertreterinnen und Vertreter des DZA und der Partnerinstitutionen während der offiziellen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarungen in Görlitz.

Für das DZA ist die Vernetzung mit Polen ein wichtiger Schritt hin zu den unmittelbaren Nachbarn. Bereits vergangenes Jahr wurden mehrere Kooperationen mit Partner-Institutionen in Prag geschlossen.

Katharina Henjes-Kunst, administrative Geschäftsführerin des DZA, unterstreicht die strategische Bedeutung der Zusammenarbeit: 

„Internationale Zusammenarbeit ist ein essentieller Baustein für die Entwicklung der Lausitz zu einem modernen Wissenschafts- und Innovationsstandort mit europäischer Strahlkraft.“ 

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