Europäische Südsternwarte ESO und DZA vereinbaren Zusammenarbeit

Europäische Südsternwarte ESO und DZA vereinbaren Zusammenarbeit

Mann mit Locken und Bart schaut durch Vorrichtung mit gelben und blauen Kabeln

Die Europäische Südsternwarte/ESO (European Southern Observatory) hat eine Vereinbarung mit dem Deutschen Zentrum für Astrophysik (DZA) unterzeichnet.

Im Rahmen dieser neuen Zusammenarbeit sollen gemeinsame Forschungsschwerpunkte ermittelt und gezielte Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Bereichen wie Detektor-Technologien im sichtbaren Licht und im Nahinfrarotbereich durchgeführt werden. Das betrifft auch die Entwicklung von Radioempfängern oder neuartiger Instrumente und Teleskope. Die Partnerschaft wird zudem Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Nachwuchsforschende, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Austauschprogramme für Studierende und Mitarbeitende ermöglichen.

Die Vereinbarung ist Teil des Technologieentwicklungsprogramms TecDev der ESO. Die ESO arbeitet in diesem Rahmen mit führenden Forschungseinrichtungen zusammen und möchte Schlüsseltechnologien im Sinne ihrer Mission vorantreiben. Ziel ist es, die Einrichtungen der ESO an der Spitze der astronomischen Forschung zu halten, indem Technologien im Frühstadium aufgegriffen und zu ausgereiften Lösungen für zukünftige Projekte weiterentwickelt werden. Derzeit konzentriert sich TecDev auf fünf Hauptbereiche: Technologien für adaptive Optik, wissenschaftliche Detektoren, Kalibrationsquellen für die Spektroskopie, Technologien in der Millimeter- und Submillimeter-Astronomie sowie die Validierung von Technologien, die ESO-Infrastrukturen nutzen.

 

Mann mit weißem Kittel sitzt vor Forschungsapparaturen

Als unmittelbares Ziel für die nahe Zukunft stellt die Zusammenarbeit zwischen ESO und DZA Bildsensoren für das sichtbare Licht und das nahe Infrarot in den Mittelpunkt. Beide Partner sehen hier einen attraktiven Bereich für gemeinsame Forschung und Entwicklung. Das dynamische Ökosystem aus Halbleiterindustrie und Wissenschaft in und um Dresden in unmittelbarer Nähe von Görlitz bietet hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten in diesem Bereich.

Zu den Aufgaben des DZA gehört es, den Zugang zu internationalen astronomischen Einrichtungen zu ermöglichen. Die gemeinsamen Bemühungen von ESO TecDev und dem Zentrum für Technologieentwicklung am DZA zur Entwicklung und Förderung neuer Technologien für Teleskop-Instrumentierung werden sowohl für die ESO als auch für das DZA sowie für die wissenschaftliche Gemeinschaft insgesamt von Vorteil sein.

Mit dem DZA entsteht eine bedeutende Forschungseinrichtung für Astrophysik, Technologieentwicklung und Datenwissenschaft in der Lausitz im Herzen Europas. Der Hauptsitz des Forschungszentrums befindet sich in der östlichsten Stadt Deutschlands, in der Europastadt Görlitz an der Grenze zu Polen.

💡Weitere Informationen: https://www.eso.org/public/

❓Kontakte für Medienschaffende

  • Stephan Witschas
    Leiter Abteilung Kommunikation DZA
    Postplatz 1, 02826 Görlitz
    E-Mail: medien@dzastro.de
     
  • Bárbara Ferreira
    ESO Media Manager
    Garching bei München, Germany
    Tel: +49 89 3200 6670
    E-Mail: press@eso.org

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