Gravitationswellen: Forschung am DZA

Gravitationswellen eröffnen der Astronomie einen völlig neuen Blick auf das Universum - darüber spricht u. a. Günther Hasinger, wissenschaftlicher Geschäftsführer des DZA, in der neuen Folge des „Raumzeit“-Podcasts.
Astronomen weltweit begeistert dieses Interessensfeld. Allerdings konnte erst vor knapp elf Jahren eine der spektakulärsten Vorhersagen Albert Einsteins überhaupt direkt bei einem Gravitationswellenereignis am 14. September 2015 (GW150914) gemessen und bestätigt werden: Gravitationswellen sind winzige Erschütterungen der Raumzeit, ausgelöst durch extreme kosmische Ereignisse wie die Verschmelzung Schwarzer Löcher. Dabei wird ein Teil der Energie aus der Verschmelzung in Gravitationswellen freigesetzt.
Eine Analogie: Die Gravitationswellen können mit einem Stein verglichen werden, der ins Wasser fällt. Die Wellen kräuseln sich rund um die Eintauch-Stelle und breiten sich aus. Auf ihrem Weg verzerren sie die glatte Wasseroberfläche. Zurück zur Gravitationswellen: Sie sind nahezu unsichtbar und für Menschen nicht spürbar. Dennoch verändern sie die Raumzeit – stauchen und strecken sie. Das lässt sich mit hochpräzisen Instrumenten auf der Erde messen.
In der neuen Folge des „Raumzeit“–Podcasts spricht Moderator Tim Pritlove mit Günther Hasinger, dem wissenschaftlicher Geschäftsführer des Deutschen Zentrums für Astrophysik (DZA).
Auf diese Fragen gibt’s Antworten im Podcast:
· Wie werden Gravitationswellen gemessen?
· Welche Entdeckungen hat es in den vergangenen zehn Jahren gegeben?
· 200 Gravitationswellen-Ereignisse – was lernen wir daraus?
· Welche Rolle spielen neue Observatorien und internationale Projekte für die Zukunft der Astrophysik?
· Wie können Instrumente der nächsten Generation - etwa das Einsteinteleskop oder die ESA-Mission LISA - noch tiefere Einblicke in das Universum ermöglichen?
Ohne Zweifel: Gravitationswellen und die Forschung dazu lassen uns tiefer ins Verständnis unseres Universums eintauchen. Wir verstehen zunehmend besser und sind trotzdem mit neuen, meist technischen Herausforderungen konfrontiert. Die Erkundung verschiedener Boten gleichen Ursprungs mit der Multimessenger-Astronomie treibt den Erfindergeist von Technologen und Ingenieuren an und bringt uns Erleuchtung in Schlüsselfragen rund ums All - und Erleichterung im Leben. Das ist dann der Fall, wenn Hightech im Alltag ankommt. Daran arbeiten wir im DZA.
Jetzt reinhören die aktuelle Folge „RZ126 - Gravitationswellenforschung“.