Trafo*NOVA als bundesweites Beispiel für demokratischen Strukturwandel ausgezeichnet
Das Projekt Trafo*NOVA des DZA wurde in den „Atlas des demokratischen und mitbestimmten Wandels“ von DGB und Hans-Böckler-Stiftung aufgenommen. Als eines von nur 14 Praxisbeispielen bundesweit steht es für eine sozial gerechte und partizipative Transformation in der Lausitz.
Der Atlas zeigt, wie Strukturwandel demokratisch, sozial und mit Beteiligung der Beschäftigten gestaltet werden kann. Genau darum geht es auch bei Trafo*NOVA: Um neue berufliche Perspektiven vor allem für Frauen im MINT-Bereich sowie um Bleibeperspektiven in der Lausitz.
"Wir wollen Vielfalt nicht später hinzufügen, sondern von Beginn an leben. Als neue Forschungseinrichtung haben wir die Chance, Dinge von Anfang an bewusst zu gestalten: transparenter, inklusiver und verbindlicher“,
Katharina Henjes-Kunst, administrative Geschäftsführerin des DZA.
Trafo*NOVA machte sichtbar, welche Erwartungen Beschäftigte an einen modernen Wissenschaftsstandort in der Lausitz haben. So haben sich 91 % der Befragten von Beginn an im DZA willkommen gefühlt. 86 % der Befragten geben an, dass ihre Vorgesetzten individuelle Lebenssituationen wie Care-Aufgaben berücksichtigen. Gleichzeitig wünschen sich viele klarere Entwicklungs- und Aufstiegsperspektiven – insbesondere mit Blick auf Frauen im MINT-Bereich. Besonders bemerkenswert: 93 % der Beschäftigten erwarten, dass sich das DZA aktiv für die Region und eine gelingende Transformation engagiert.
Im Atlas steht Trafo*NOVA neben weiteren Beispielen aus Transformationsregionen in Deutschland – etwa Projekten zur Qualifizierung von Frauen im Energiesektor bei der Steag Iqony Group in Essen oder Initiativen im mitteldeutschen Braunkohlerevier rund um Böhlen-Lippendorf. Dort arbeiten Betriebsräte und Gewerkschaften gemeinsam daran, mit einem geplanten Technikum junge Menschen frühzeitig für industrielle Zukunftsberufe zu begeistern und neue Perspektiven für Fachkräfte in einer Region im Wandel zu schaffen.
„Für uns ist es eine besondere Anerkennung, mit dem Projekt Trafo*NOVA Teil dieser bundesweiten Veröffentlichung zu sein. Der Atlas zeigt, dass erfolgreiche Transformation immer auch eine soziale und demokratische Dimension hat. Gerade neue Forschungsstandorte können dabei wichtige Impulse geben“,
Anna Dunkl, Projektkoordinatorin von Trafo*NOVA in der Abteilung Transformationsforschung und Regionalentwicklung des DZA.
Das Projekt „Regionale Transformation für alle gestalten - neue regionale Perspektiven für Frauen am Beispiel des DZA“ (Trafo*NOVA) wurde von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. Die Projektleitung lag bei SPRINT – wissenschaftliche Politikberatung unter Dr. Anika Noack. Beteiligt waren außerdem Florian Langguth und Nick Nepomuk Neuthe von SPRINT, Katrin Treffkorn von Revierwende sowie Vertreterinnen von DGB Ostsachsen und ver.di.