Vielfalt von Anfang an: Trafo*NOVA stärkt Frauen im MINT-Bereich

Drei Teilnehmerinnen im Gespräch bei einer Veranstaltung des Deutschen Zentrums für Astrophysik (DZA).

Das Projekt „Trafo*NOVA“ zeigt, wie das DZA in seiner Aufbauphase Arbeitsbedingungen transparent, inklusiv und zukunftsorientiert gestaltet. Die Ergebnisse liefern konkrete Impulse für Karriereperspektiven von Frauen im MINT-Bereich in der Lausitz. 

Wir wollen Vielfalt nicht später hinzufügen, sondern von Beginn an leben. Als neue Forschungseinrichtung haben wir die Chance, Dinge von Anfang an bewusst zu gestalten: transparenter, inklusiver und verbindlicher.“, 

sagt Katharina Henjes-Kunst, administrative Geschäftsführerin des DZA

Das ist eine wesentliche Schlussfolgerung aus der Präsentation der Ergebnisse des am DZA durchgeführten Projekts „Trafo*NOVA“ in Görlitz.

Trafo*NOVA verfolgt das Ziel, attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen und damit mehr Frauen für den MINT-Bereich zu gewinnen - am DZA und an anderer Stelle in der Lausitz. Dafür wurden die Beschäftigten und die Leitung des DZA umfassend befragt. Außerdem flossen Erkenntnisse von Expertinnen und Experten in die Studie ein. 

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Podiumsdiskussion mit vier Teilnehmenden bei einer Veranstaltung des Deutschen Zentrums für Astrophysik (DZA).

Die Ergebnisse: Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spüren am DZA ein starkes Willkommensgefühl. Positiv bewertet wurden die Berücksichtigung von Care-Aufgaben oder Teilzeitmodellen, sowie das internationale Umfeld. Zugleich wurde der Wunsch nach klaren Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten und einer langfristigen Perspektive formuliert, insbesondere mit Blick auf Frauen im MINT-Bereich. 

Grundlagen waren Fokusgruppen-Diskussionen mit Mitarbeiterinnen des DZA sowie eine schriftliche Befragung, die sich an alle Beschäftigten richtete. Im Mittelpunkt standen Bewerbungs- und Einstellungsprozesse, Arbeitsbedingungen, Führungskultur, Chancengleichheit, Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung und Perspektiven auf die Lebensqualität in der Region. 

„In einem kompakten zeitlichen Rahmen eine konkrete Idee in die Umsetzung zu bringen und gerade in der Aufbauphase des DZA die Gelegenheit nutzen zu können, Impulse einzubringen, das ist in diesem Projekt gut gelungen.“, 

sagte Dr. Manuela Maschke von der Hans-Böckler-Stiftung.

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Eine Frau ergreift das Wort während einer Diskussion bei einer Veranstaltung des Deutschen Zentrums für Astrophysik (DZA).

Das Projekt „Regionale Transformation für alle gestalten – neue regionale Perspektiven für Frauen am Beispiel des DZA“ (Projektkürzel: Trafo*NOVA) läuft von September 2025 bis April 2026 und wird von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. Die Projektleitung liegt bei SPRINT – wissenschaftliche Politikberatung unter Dr. Anika Noack. Ein herzliches Dankeschön an sie, Florian Langguth und Nick Nepomuk Neuthe von SPRINT, Katrin Treffkorn von Revierwende sowie den beteiligten Vertreterinnen von DGBOstsachsen und ver.di. 

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