Wissenschaft mitten im Dorf

Wissenschaft mitten im Dorf

Besucherin mit VR-Brille beim virtuellen Rundgang durch das geplante unterirdische DZA-Labor.

Am letzten Maiwochenende wurde Hirschfelde zum Treffpunkt für Wissenschaft, Bildung, Politik und Gesellschaft. Zwischen dem Marktplatz und den für die Oberlausitz typischen historischen Umgebindehäusern luden die Zukunftstage Hirschfelde zu Experimenten, Diskussionen und Begegnungen ein. Das Deutsche Zentrum für Astrophysik (DZA) beteiligte sich am Samstag, dem 30. Mai, mit Vorträgen, Diskussionen und interaktiven Angeboten. 

Mit seinem Vortrag „Das Deutsche Zentrum für Astrophysik: Wissenschaft und Technologie von der Lausitz bis ins Universum“ gab Prof. Dr. Stefan Wagner Einblicke in die wissenschaftlichen Ziele des DZA und zeigte, wie Spitzenforschung, Technologieentwicklung und regionale Transformation zusammenwirken. 

Am Nachmittag diskutierte Dr. Andreas Otto beim Panel „Millionen für die Forschung – Was haben wir davon?“ gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über die Chancen und Erwartungen, die mit neuen Forschungsinvestitionen in der Lausitz verbunden sind. Zu den Teilnehmenden gehörten unter anderem der Bundestagsabgeordnete Florian Oest und die Landtagsabgeordnete Franziska Schubert. 

„Die Lausitz befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Forschung kann dabei neue Perspektiven eröffnen. Langfristig erfolgreich wird dieser Wandel aber nur, wenn die Menschen vor Ort ihn mittragen. Deshalb ist es wichtig, Wissenschaft sichtbar zu machen und mit den Bürgerinnen und Bürgern über Zukunftschancen, aber auch Herausforderungen auf diesem Weg ins Gespräch zu kommen“, 

Dr. Andreas Otto. 

Vier Personen sitzen auf einer Bühne und diskutieren vor Publikum.

Besonders groß war das Interesse am virtuellen Rundgang durch das geplante unterirdische Forschungslabor des DZA. Mit Hilfe von VR-Brillen konnten Besucherinnen und Besucher einen Blick in die Forschungsinfrastruktur von morgen werfen. Mehrere Dutzend Menschen nutzten diese Möglichkeit, darunter viele Kinder und Jugendliche.

Sie stellten Fragen, probierten Technologien aus und diskutierten mit den Forschenden. Für das DZA ist das ein wichtiges Signal. Denn Forschungseinrichtungen entstehen nicht nur für die nächste Generation, sie entstehen gemeinsam mit ihr. 

Was bleibt, sind viele Gespräche, neugierige Fragen und ein großes Interesse daran, wie Wissenschaft und Forschung die Zukunft der Lausitz mitgestalten können. Für das DZA sind solche Begegnungen weit mehr als Wissenschaftskommunikation. Sie sind ein wichtiger Teil der Transformation in der Region. Denn neue Forschungseinrichtungen können nur dann langfristig wirken, wenn sie mit der Lausitz wachsen und von den Menschen vor Ort mitgetragen werden.

Mehrere Besucherinnen und Besucher stehen vor dem Informationsstand des DZA und kommen mit Mitarbeitenden ins Gespräch.

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